Berliner Zeitung: Das sind unsere Lieblingsflohmärkte – 19. August 2014

 

Kleine, grüne Sonntags-Insel: Der Kreuzboerg Flowmarkt in den Prinzessinnengärten.  Foto: Michael Groß

Mal hip, mal antik, mal wunderbar wuselig: In Berlin gibt es Trödelmärkte wie Sand am Meer. Wir haben die charmantesten Orte für Sie zusammengestellt – und sind dabei auf einige echte Geheimtipps gestoßen.

Kreuzboerg Flowmarkt in den Prinzessinnengärten

Obwohl er schon lange kein Geheimtipp mehr ist, stöbert es sich auf dem Trödelmarkt in den Prinzessinnengärten in Kreuzberg vergleichbar entspannt. Während der große Bruder des Marktes, der ultrahippe Nowkoelln Flowmarkt am Maybachufer, oft aus allen Nähten platzt, spazieren Besucher am Moritzplatz weniger eilig an den Ständen und Tapeziertischen vorbei.

Zwischen Erdbeerbeeten und Kräuterkisten verkaufen Händler Kleinkunst, Schmuck und Kleidung, Privatleute bieten Bücher, Krimskrams, Spielzeug und allerlei Retro-Raritäten an. Dazu verkaufen Beetinhaber selbst gezüchtete Pflanzen, deren Samen oder auch mal Gemüse.

„Niedlich“ oder „süß“ sind wohl die meistgenannten Attribute in Verbindung mit dem Kreuzboerg Flowmarkt, der bis in den späten Herbst hinein alle zwei Wochen Sonntags von 10 bis 18 Uhr stattfindet.

Und tatsächlich: Wer zum ersten Mal die kleine grüne Oase betritt, von der Bühne die Musik vernimmt und direkt auf einen Stand mit Blumenpostkarten zusteuert, dem entfährt schon einmal ein entzücktes Glucksen.

 Von 

via berliner-zeitung.de/berlin/klassiker-und-geheimtipps-das-sind-unsere-lieblingsflohmaerkte

Kunst und Krimskrams im Prinzessinnengarten

Moritzplatz – Er ist so etwas wie der kleine Bruder vom ultrahippen Nowkoelln Flowmarkt: Der Kreuzboerg-Flowmarkt heißt nicht nur fast so wie das ältere Geschwisterkind, er fährt auch mit ähnlichem Konzept auf: Eine frische Mische aus Tinnef-Trödlern, Retro-Raritäten und Kunst-Kram lädt alle zwei Wochen zum Stöbern ein.

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Franziska, Pia und Svenja (v.l.n.r.) verkaufen oft auf Flohmärkten – gerne auch mal im Mauerpark. Foto: QIEZ – ©Lea Albring

 

Als erstes fällt auf: Es ist nicht so voll! Kaum zu glauben, wenn man bedenkt, dass die Faktoren „Sonne“, „Sonntag“, „Trödelmarkt“ und „Kreuzberg“ hier aufs Heftigste korrelieren. Mich freut das natürlich außerordentlich und ich stürme los, hinein ins Trödel-Getümmel. Auf dem Kieselweg-gesäumten Areal bringen Profihändler, Gewerbetreibende und vor allem Privatleute ihr Trödelgut an den Mann. Die vollgestopften Flohmarktstände und Tapeziertische kann man sich ganz entspannt aus nächster Nähe anschauen, Ellenbogen-Rempler oder Gänsemarsch-Geschiebe gibt es hier zumindest heute nicht. Da bleibt genug Zeit und Muße, um in Ruhe am Stand zu verweilen und das eine oder andere Schätzchen aus den Tiefen der Kramboxen zu fischen.

Mode von Omas Dachboden

Die Klassiker – Bücherstand, handgefertigte Kleinkunst und Trash-Trödler – sind schnell abgefrühstückt. Flott noch einen Kafka für zwei Euro eingesackt, dann geht’s weiter: Klamotten stöbern…

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